Am 11. Januar 1953 fand in Berlin die erste Lottoziehung nach dem Zweiten Weltkrieg statt. Das damalige Spielsystem lautete 5 aus 90 und war angelehnt an das historische Verfahren zur Auswahl neuer Ratsmitglieder in der Republik Genua, bei dem seit 1620 jedes Jahr 5 von 90 Kandidaten ausgelost wurden. Die Anzahl der theoretischen Kombinationen bei 5 aus 90 war jedoch sehr hoch – die Gewinnchancen waren dementsprechend vergleichsweise gering.
Die erste Ziehung unseres heutigen LOTTO 6aus49 erfolgte am 9. Oktober 1955 im Hamburger Hotel „Mau“. Die Lostrommel war damals noch aus Holz und Glas gefertigt. Als „Lottofee“ bei dieser ersten Ziehung fungierte ein zwölfjähriges Mädchen. Symbolisch war die erste gezogene Zahl die längst umstrittene und gefürchtete „13“. Später wurde das Spiel auf 6 aus 49 umgestellt; dadurch sank die Zahl der Kombinationsmöglichkeiten, und die Gewinnchancen stiegen deutlich. Wenig später knackte am 2. September 1956 Willi Strauch mit 1.043.364,50 DM den ersten Millionen-Jackpot und wurde damit der erste Lotto-Millionär – aber bei weitem nicht der letzte.
Seitdem hat sich der Traum von den Lottomillionen bereits für Hunderte Spielende erfüllt.